Kontaktieren Sie mich: christian@porsch-bassum.de  

BASSUM ERFAHREN

Bassum erfahren

Bassum neue Fahrradstrecke

Bassum aktiv erkunden!

Die Rundwanderwege zählen zu einem meiner Herzensprojekten und ich möchte mich nochmal ausdrücklich bei den Ehrenamtlichen bedanken, die im Frühjahr 2021 die Beschilderung überarbeitet haben. Zuvor konnten wir die Gesamtlänge aller Strecken auf ca. 100 Kilometer erweitern.

Aber nicht nur per Pedes ist Bassum zu erkunden. Bassum bietet auch weitläufige attraktive Radtouren.  Nutzen Sie unsere fahrradfreundliche Infrastruktur, steigen Sie auf den Drahtesel und genießen die atemberaubende Natur, die unsere Gemeinde Bassum bietet!

Bassum-erfahren_Themenbild
Bassum-erfahren_Themenbild
Bassumer-Ortschaften-Karte

Radtour Nr. 1

Eschenhausen, Albringhausen & Schorlingborstel

Über Radeln, Waldkindergarten und Wanderwege

Die Tour begann zu Hause und führte über die Eschenhäuser Straße Richtung Eschenhausen. Vorbei an der Bushaltestelle geht es in Richtung Dorfgemeinschaftshaus (DGH) Schorlingborstel. Dort bin ich mit dem Ortsvorsteher Hermuth Straßburg verabredet. Wir wollen uns über die letzten 7 Jahre unterhalten und über gemeinsame Ideen für die kommende Legislaturperiode. Hermuth freut sich über die Innenbereichsssatzung, die wir im letzten Jahr erlassen haben. Dadurch haben junge Leute die Möglichkeit, in ihrem Schorlingborstel moderne Häuser mit nachhaltigen Baustoffen und klimafreundlicher Energieversorgung zu bauen. Auch für Die Dorfgemeinschaft und im Radtourismus hat sich etwas getan. Ein Göpel neben dem DGH bietet Einheimischen und Radtouristen die Möglichkeit der Rast. Wir sprechen noch über weitere Entwicklungsmöglichkeiten der Ortschaft, beachten da aber auch immer die baurechtlichen Bedingungen.

Nach dem Austausch ging es weiter Richtung Albringhausen vorbei an der Zuwegung zu einem unserer Waldkindergärten, dem Waldkindergarten Lindschlag. Eine Einrichtung die seit mehr als 20 Jahren den Kindern die Natur näher bringt. Motorik, Geschicklichkeit und das Verhältnis zur Natur werden den Kindern hier von den Erzieherinnen besonders nahe gebracht.

Beim Einradeln in Albringhausen holen wir den Ortsvorsteher Jürgen Laschinski ab. Gemeinsam fahren wir weiter zum Dorfplatz, der als neueste Errungenschaft ebenfalls einen Göpel bekommen hat. Wie in Schorlingborstel auch treffen sich hier Einheimische und Radfahrer zu einem erfrischenden Getränk oder einem  kurzen Plausch. Hier ist auch der Start für die beiden neuen Wanderwege, die durch Albringhausen und Schorlingborstel gehen (der Fuchsweg und der Eberweg). Jürgen ist erfreut darüber, wie gut die Wanderwege angenommen werden. An der Straße stehen am Wochenende häufig mehrere Autos, deren Insassen dann die wunderschöne Gegend erkunden wollen. Zusammen mit meiner Familie habe ich den Fuchsweg schon öfters besucht. Ich bin sehr begeistert von der Strecke, dem wunderschönen See und von der guten Ausschilderung.

Ortsvorsteher Jürgen Laschinski erzählt von den diversen Gewerbebetrieben in Albringhausen, die sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt haben. Schützenverein, Heimatverein, Feuerwehr und Landjugend bilden das Rückrad des Dorflebens. Alles in Allem ist der Ortsvorsteher zufrieden mit „seinem“ Albringhausen.

Als dann noch Klaus Ehlers, der Leiter des Bauhofs, mit ein paar Flaschen gefüllt mit Gerstensaftes vorbeikommt, ging das interessante Gespräch noch ein wenig weiter. Auf dem gleichen Weg, wie auf der Hintour, ging es dann zurück nach Bassum.

Radtour Nr. 2

Eschenhausen, Nienstedt  & Apelstedt

Über Bauflächen, Radfahrer und Kindergeburtstage

Die heutige Strecke im Rahmen der Bassum erfahren Tour führte von Bassum nach Eschenhausen, über Nienstedt nach Apelstedt.

In Eschenhausen habe ich mich mit der Ortsvorsteherin Annegret Meineke bei ihr zuhause getroffen. Trotz der Vorbereitungen für eine kleine Familienfeier mit den Nachbarn, fand sie Zeit sich mit mir über „Ihr“ Dorf Eschenhausen zu sprechen. Eschenhausen ist eine langgezogene Ortschaft. Die Hühnerställe Richtung Neubruchhausen gehören genauso dazu, wie auf der anderen Seite die ehemalige Mühle, die jetzt von Gut Rosenkranz betrieben wird. Die Feuerwehr und der Schützenverein bilden eine Einheit mit Osterbinde. Seit 2019 gibt es den Verein „Unser Dorf Eschenhausen“. Hier haben sich viele Dorfbewohner:innen zusammengefunden, die sich gemeinsam für das Zusammenleben in Eschenhausen engagieren. Eine großartige Idee, die es zu unterstützen gilt. Auf Antrag der Ortsvorsteherin wurde auch ein Antrag, neue Bauflächen in Eschenhausen zu entwickeln, im Rat der Stadt Bassum positiv entschieden. Im Rahmen einer Innenbereichssatzung können zukünftig einige Lücken mit modernen Gebäuden bebaut werden.

Nach dem interessanten Austausch mit Annegret Meineke  führte meine Tour weiter Richtung Nienstedt, dachte ich jedenfalls. Na ja, aufgrund eines kleinen Umweges, der mangelnden Orientierung zu verdanken war, kam ich mit Verspätung in Nienstedt an. Ortvorsteherin Dörte Binder wartete schon am Treffpunkt und hatte die Wartezeit zur Pflege des Denkmals am Feuerwehrhaus genutzt.

Am Feuerwehrhaus Nienstedt  traf ich dann noch auf eine Pferdekutschentour der Familie Harries, die aufgrund eines Kindergeburtstages unterwegs waren. Für die Kinder war diese Tour sichtbar ein Erlebnis. Dörte Binder hatte sich hervorragend auf unser Treffen vorbereitet, sodass Sie von den Entwicklungen und Ihren Anliegen berichten konnte. An der Bundesstraße wurden Buswartehäuschen aufgestellt und endlich gibt es eine Perspektive für den Abriss der Molkerei. Die Verwaltung hat die Bauarbeiten ausgeschrieben und in Kürze sollen die Bagger anrollen. Die sehr aktive Ortsvorsteherin bewegen nicht nur Themen aus Nienstedt, sondern auch die Entwicklung der Kernstadt Bassum interessieren sie. Hier macht sie sich besonders für die Radfahrer und Asylbewerber, denen sie Sprachunterricht gibt, stark. Die Stunde mit Dörte Binder war sehr kurzweilig und nach einer genauen Wegbeschreibung führte mich mein Weg Richtung Apelstedt. (Den Weg hätte ich aber auch so gefunden)

In Apelstedt wartete schon Ortsvorsteher Hans-Hagen Böhringer mit seiner Tochter auf uns. Nach dem Treffen am Schützenhaus ging es per Rad durch das Dorf. Apelstedt ist noch sehr durch aktive Landwirtschaft geprägt. Sechs Landwirte in der Ortschaft betreiben ihre Betriebe im Voll- und Nebenerwerb. Das ist im Gebiet der Stadt Bassum meines Erachtens nach einmalig. Das hat dann aber auch zur Folge, dass eine Baulandentwicklung in der Ortschaft sich nicht darstellen lässt. Der Bestandsschutz der Betriebe sorgt dafür, dass in absehbarer Zeit wohl keine neuen Bauflächen ausgewiesen werden können. Feuerwehr und Schützenverein sorgen dafür, dass das Dorfleben in Apelstedt aktiv ist. Legendär sind die Schützenfeste am letzten Wochenende im Juli. Leider jetzt schon zwei Jahre ausgefallen, fiebern die Apelstedter natürlich auf das nächste Jahr hin und hoffen, dass dann wieder etwas geht. Ein wichtiges Thema im Dorf des Ortsvorstehers Hans-Hagen Böhringer ist das Thema Breitband. Nicht bei denen die bereits einen Anschluss gebucht haben und deren Gebäude angeschlossen werden, sondern bei denen die zu den sogenannten „unwirtschaftlichen Grundstücken“ gehören. Mehrere Gespräche mit Stadt, Landkreis und dem Landtagsabgeordneten Volker Meyer ergaben, dass die Apelstedter, aber auch die weiteren rd. 80 Haushalten im Gebiet der Stadt Bassum, sich in Geduld üben müssen. Alle am Breitbandausbaus beteiligten Firmen haben zugesagt, sich um diese Haushalte zu kümmern und nach einer individuellen Lösung zu suchen. Die wird wahrscheinlich nicht genauso günstig sein, wie die in den „weißen Flecken“, muss aber für alle Beteiligten akzeptabel sein. In Apelstedt sind diese Haushalte u.a. hinter der stillgelegten Bahnstrecke Bassum – Sulingen. Ich habe Hans-Hagen Böhringer auch noch mal versichert, dass mir diese Haushalte wirklich am Herzen liegen und ich mich intensiv dafür einsetzen werde, dass alle, die einen Breitbandanschluss haben wollen, auch einen bekommen. Corona hat uns gezeigt, wie wichtig das für unseren ländlichen Raum ist.

Auf dem Bolzplatz in Apelstedt haben wir dann mit einigen Bewohner:innen der schönen Ortschaft noch ein wenig über das Dorfleben und die große Corona Politik gesprochen. Nach einem Bier ging es dann auf dem Radweg an der B 61 wieder nach Bassum.

Ach ja und dann hatte ich noch eine sehr schöne Begegnung mit einem Radler Ehepaar aus der Nähe von Osnabrück. Sie wollten noch weiter nach Sudweyhe und mussten Ihre E-Bikes an der Ladestation am Rathaus aufladen. Neben einer kleinen Erfrischung informierten sie sich auch an den Infotafeln über die Stadt Bassum und ihre Sehenswürdigkeiten. Und gleich wollten sie noch ein Eis bei Schlecks genießen. So ist diese Ladestation gedacht. Für Bassumer:innen aber auch für Durchreisende und Besucher:innen. Sie ließen sich dann auch sehr leicht zu einem gemeinsamen Bild überreden.

Ich habe wieder viel erfahren !

Radtour2_fahrrad-icon

Radtour Nr. 3

Nordwohlde, Stühren,  Ringmar

Über Bauernhöfe, Neubaugebiete & Glasfaser

Wieder einmal war ich unter dem Motto “Bassum erfahren” unterwegs. Meine Tour führte mich dieses Mal von Nordwohlde über Stühren nach Ringmar. Erstes Ziel war das kleine Wäldchen vor der Umgehungsstraße Richtung Döhren. Dort wurde nach Fertigstellung der Umgehungsstraße für alle am Bau Beteiligten ein Baum gepflanzt. Dieser Baumbestand ist mittlerweile nach 25 Jahren zu einem stattlichen Wäldchen herangewachsen und war in diesem Jahr Ziel einer kleinen Feierstunde zu 25-jährigen Jubiläum der Umgehungsstraße.

Nach einem kurzen Stopp führte mich der Weg weiter zu dem, vor ein paar Jahren von der Dorfgemeinschaft Döhren angelegten, Rastplatz bei Horstmann. Die Gelegenheit einer kurzen Rast nehmen hier viele Radwanderer wahr, so auch ich. Inmitten von Feldern und direkt in der Natur hat man sich hier einen schönen Treffpunkt auch für die Dorfbewohner geschaffen. Für Radtouristen informiert eine Tafel über Döhren und die nähere Umgebung.

Nun ging es aber schnurstracks Richtung Nordwohlde zum Hof der Ortsvorsteherin Birgit Kattau. Die agile Vertreterin der Nordwohlder Bevölkerung wartete schon mit eine erfrischenden Holundersaftschorle auf mich. Birgit hat sich nach ihrem Amtsantritt mit verschiedenen Nordwohldern zusammengesetzt und Punkte erarbeitet, die sie in Nordwohlde in den kommenden Jahren angehen können.
Nach vielen Jahren haben wir in Nordwohlde,  in 2020, wieder ein Neubaugebiet entwickelt. Die Bauplätze waren nach kurzer Zeit vergeben und mittlerweile stehen die meisten der geplanten Häuser. Ein gutes Angebot für die Entwicklung der Ortschaft auch in Bezug auf die Krippe, die KiTa und die Grundschule.

2015 wurde bereits die neue Sporthalle in Nordwohlde eingeweiht, ebenfalls ein Meilenstein für die Sportlandschaft im gesamten Gebiet der Stadt Bassum. Wir haben es so organisiert, dass alle Vereine sämtliche Hallen kostenlos nutzen können.
Alle in Nordwohlde sind froh, dass das Lebensmittelgeschäft „Vergissmeinicht“ in Bramstedt mit der Bäckerei Meyer (Kirchstraße) einen würdigen Nachfolger für die Gründerin Frau Schulze gefunden hat. Wichtig ist, dass die Bevölkerung den Laden auch nutzt und nicht nur die vergessenen Lebensmittel dort einkauft.

Das Thema Landwirtschaft und der Umgang mit dieser liegt Birgit Kattau als praktizierendem Familienbetrieb ebenfalls am Herzen. Hier ist es für uns als Kommune wichtig, dass wir unsere bäuerlichen Betriebe, wo es möglich ist, unterstützen. Die Landwirtschaft produziert qualitativ hochwertige Lebensmittel und muss diese so bezahlt bekommen, dass Familienbetriebe davon vernünftig leben können. Unser Blühstreifenprogramm ist ein gutes Beispiel für ein vertrauensvolles Miteinander.

Für die Zukunft ist ein Ziel die Grundschule in Nordwohlde wieder zu einer eigenständigen Schule zu entwickeln, die Neubaugebiete sind dabei ein wichtiger Faktor.
Nachdem wir dann noch den Hofladen, den Bürgergarten und die Mobilheimstandplätze besichtigten ging es mit dem Fahrrad weiter Richtung Stühren.

An der Einmündung der Dorfstraße in die Bundesstraße steht eine „Garage“, die der Überganspunkt des Bassumer Glasfasernetzes in das WWW bildet. Von hieraus gehen alle Glasfaseranschlüsse in die „große Welt“. Wir gehören in Bassum zu den ersten Kommunen im Landkreis Diepholz deren sog. „Weiße Flecken“ angeschlossen werden.

In Stühren wartete schon Ortsvorsteher Manfred Schmidt mit einer willkommenen Erfrischung auf mich. Am Rastplatz in der Dorfmitte hatte er ein paar kühle Alster mitgebracht. Das tat sehr gut. Stühren ist in Sachen Feuerwehr gemeinsam mit Nordwohlde organisiert und es klappt hervorragend. Der Schützenverein bildet den Kern des Dorflebens. Um so bedauernswerter ist es, dass hier seit 2 Jahren keine Feier mehr stattfinden konnte. Alle hoffen nun auf das nächste Jahr, um dann alles nachzuholen. „Eigentlich ist in Stühren alles in Ordnung“ berichtete Manfred Schmidt. Aber dann fällt ihm doch noch ein wichtiges Thema für Stühren ein. Es fehlt dringend ein Radweg nach Dimhausen. Die Kreisstraße L340 ist für Radfahrer nicht ungefährlich, zumal einige Kurven und Anhöhen die Strecke teilweise unübersichtlich machen. Wir werden uns in den nächsten Jahren des Themas annehmen. Natürlich muss die Strecke erstmal in den Radwegeverkehrsplan aufgenommen werden, es wird also keine kurz- oder mittelfristige Sache.

Nach der erfrischenden Stärkung ging es auf zur letzten Etappe nach Ringmar. Auf dem Weg traffen wir zwei Jugendliche mit denen ich ins Gespräch kam. Sie sind aus Wildeshausen mit dem Fahrrad unterwegs, um bei Schlecks ein Eis zu essen. Ich habe die beiden am späten Nachmittag auf dem Rückweg nach Bassum am Hafter Weg wieder getroffen. Beide versicherten, dass sich der Weg gelohnt hat.

In Ringmar wartete Ortsvorsteher Andre Bartels und einige Dorfbewohner am Feuerwehrhaus auf uns. Auch das gesellschaftliche Leben organisiert sich hier um Feuerwehr und Schützenverein. Wer am Dorfleben teilnimmt ist in einer der Institutionen oder nimmt zumindest an deren Leben teil.

Ringmar ist in Sachen Breitband zweifach aufgestellt. Groß Ringmar hat bereits ein Glasfaserkabel bis zum Verteilerkasten. Davon profitieren dann die Haushalte, die größere Bandbreiten gebucht haben. Der Nachteil ist dann aber, dass sie nicht zu den weißen Flecken gehören und somit einen kostenlosen Breitbandanschluss angeboten bekommen, sofern sie ein Produkt des Netzbetreibers buchen.  Klein Ringmar ist jedoch solch ein weißer Fleck. Da es sich beim Breitbandausbau jedoch um ein Kreisweites Projekt handelt, wird Klein Ringmar von Twistringen aus angeschlossen. So müssen sich die Klein Ringmarer noch ein wenig gedulden bis auch sie ihre Hausanschlüsse bekommen.

Ringmar hat auf Betreiben des Ortsvorstehers eine Baufläche beantragt, zuder die Politik die Zustimmung gegeben hat. Eine Fläche für 4 – 5 Einfamilienhäuser wurde im Rahmen einer Innenbereichssatzung entwickelt und steht demnächst zur Bebauung zur Verfügung. Diese vorsichtige Entwicklung neuer Bauflächen auch für die kleineren Ortschaften halte ich für gut und richtig. Es muss allerdings immer im Auge behalten werden, dass der dörfliche Charakter nicht verloren geht. Auch die anderen Dorfbewohner stellten Fragen und äußerten ihre Meinungen und Ansichten zur Entwicklung der Stadt Bassum. Es war ein interessantes Gespräch auch über die Wohnbauentwicklung der Kennstadt, einen möglichen Rathausbau und Gerechtigkeit von Straßenausbaubeiträgen.

Nach einer guten Stunde machte ich mich über Haft den Hafter Weg dann wieder  auf den Rückweg. Da kam es dann noch zu der bereits vorher erwähnten Begegnung mir den beiden jungen Erwachsenen die auf ihrem Rückweg nach Wildeshausen waren.

Ich habe viel erfahren

Radtour2_fahrrad-icon

Bassumer-Ortschaften-Karte

Radtour Nr. 4

Hallstedt, Bramstedt

Über Butterkuchen, Dorfcharaktere und Neubürger

Am 25.Juni ging es auf die 4. Radtour in die Ortschaften Hallstedt und Bramstedt. In Albringhausen angekommen wurde eine kleine Rast eingelegt. Die beiden neuen Wanderwege in Albringhausen und Schorlingborstel sind sehr schön ausgearbeitet und werden laut Aussage der Albringhauser sehr gut angenommen. Der Fuchsweg und der Ebersweg führen durch Wald und Flur an einem wunderschön gelegenen See und unserem Waldkindergarten vorbei.

Bassumer-Ortschaften-Karte

Weiter ging die Fahrt nach Hallstedt. Dort war ich mit Ortsvorsteher Arne Engelke-Denke verabredet. Er zeigte mir den Dorfplatz in Hallstedt, den ich von einigen Veranstaltungen her kenne. Jürgen Vitters und Fritz Kohnert haben die Federführung bei diesem Projekt gehabt und viele Dorfbewohner haben sich vor ein paar Jahren in dieses Projekt eingebracht und ein Zeichen für den Zusammenhalt im Dorf gesetzt. Wir haben über die Entwicklung von ist ein Alleinstellungsmerkmal von Hallstedt. Nach der Pandemie soll dort auch wieder der monatlichen Backtag stattfinden. So wird einmal im Monat der Brotteig in den Hallstedt gesprochen. Dem OV ist es wichtig den Charakter des Dorfes Hallstedt zu erhalten. Sollte es eine Entwicklung z.B. im Bereich neuer Baumöglichkeiten geben muss diese aus dem Dorf und seiner Gemeinschaft herauskommen. Ortsstein Hallstedt Münstermann`sches Haus. Der Hallstedter Stein und das Münstermann`sche Haus sind Wahrzeichen von Hallstedt.

Ortsvorsteher Jürgen Laschinski erzählt von den diversen Gewerbebetrieben in Albringhausen, die sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt haben. Schützenverein, Heimatverein, Feuerwehr und Landjugend bilden das Rückrad des Dorflebens. Alles in Allem ist der Ortsvorsteher zufrieden mit „seinem“ Albringhausen. Als dann noch Klaus Ehlers, der Leiter des Bauhofs, mit ein paar Flaschen gefüllt mit Gerstensaftes vorbeikommt, ging das interessante Gespräch noch ein wenig weiter. Auf dem gleichen Weg, wie auf der Hintour, ging es dann zurück nach Bassum.

Dann ging es nach Bramsdtedt und ich legte eine kurze Pause am Bramstedter Bahnhof ein. Hier hatten wir alles versucht einen barrierearmen Zugang zu schaffen. Sogar der damalige Minister Lies war vor Ort. Leider ist es uns bislang nicht gelungen die Bahn davon zu überzeugen, dass Eltern mit Kinderwagen, Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen aber auch generell gehbehinderte ein großes Problem haben, wenn sie in Bramstedt aussteigen aber nicht vom Bahnsteig runterkommen. Wir versuchen es weiter.

Untertitel Erstmal eine Erfrischung geholt. Das Inhaberinnen geführte Geschäft mit einer sehr langen Tradition deckt auch den täglichen Bedarf vieler Bramstedter:innen. Die qualitativ hochwertige Waren direkt vor Ort sind ein hervorragendes Angebot für alle Einwohner:innen in Bassum. Ein tolles Angebot das nur funktionieren kann, wenn die Kundschaft auch mitmacht.

Danach habe ich mich mit Bramstedts neuem Ortsvorsteher (OV) Julian Zurmühlen beim Göpel getroffen. Der Göpel wurde als erstes Projekt der neuen WiN Region mit EU-Mitteln gefördert. Das Herausragende am Göpel ist jedoch, dass die Stadt Bassum die Planung und das Material mit den Fördermitteln bezahlt hat, die Dorfgemeinschaft jedoch den Aufbau vorgenommen hat. Es war ein Herzensprojekt des damaligen Ortsvorstehers Helmut Zurmühlen dem Vater von Julian. Wir haben uns über seine ersten Wochen als OV gesprochen in denen schon einige Termine anstanden. Für die Entwicklung der Ortschaft ist es wichtig die Neubürger auch zu „integrieren“. Ein Dorf lebt vom Zusammenleben und von der Dorfgemeinschaft. Eine interessante Radtour mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken ging um 18.00 Uhr zu Ende.

Radtour Nr. 5

Wedehorn - Bassum

Über Radwege, Innenverdichtung und Bassumer Highlights

Im Rahmen meiner letzten Tour ging es am 29.August in Richtung Wedehorn. Dort wartete Ortsvorsteher Horst Husmann mit einigen Dorfbewohnern auf mich. Im Anschluss war ich dann mit der Ortsvorsteherin Cathleen Schorling in Bassum verabredet.

Aber erstmal auf nach Wedehorn. Vorbei am schön hergerichteten Ortsplatz von Nienhaus ging es auf dem Wedehorner Weg in Richtung Klövenhausen. Der Utkiek hat sich zu einem echten Highlight in Bassum entwickelt. Im Sommer spielen, kraxeln, wandern und bis nach Bremen schauen. Im Winter tolle Winterbilder machen und manchmal auch die Gelegenheit zum Rodeln.

Weiter ging es über Klövenhausen zum Wedehorner Göpel. Einer der ersten Göpel im Stadtgebiet, der von der Dorfgemeinschaft selbstständig geplant, errichtet und finanziert wurde. Mittlerweile ist er nicht nur ein beliebter Treffpunkt der Dorfbewohner:innen, sondern auch ein Anlaufpunkt für Radtouristen aus allen Richtungen. Der Treckertreff und auch das Seifenkistenrennen finden hier alljährlich außerhalb von Coronazeiten statt. Dann ist fast das gesamte Dorf unterwegs.

Der Ortsvorsteher, aber auch die Wedehorner sind mit ihrem Dorf zufrieden. Das Feuerwehrhaus wurde 2020/21 gemäß Feuerwehrbedarfsplan erweitert. Auch wurde durch eine Innenbereichssatzung die Möglichkeit geschaffen, Bauflächen in Wedehorn zu entwickeln.

Worauf die Wedehorner ganz besonders stolz sind, ist die Tatsache, dass sie zu den wenigen Ortschaften gehören, die eine Gaststätte haben. Das Gasthaus Ellinghausen ist nicht nur bei den Wedehorner:innen beliebt. Immer mehr Radtouristen machen dort Rast, um etwas zu essen oder zu trinken. Ein wirkliches Pfund für Wedehorn, da sind sich alle einig.

Dann gibt es noch ein Projekt, das allen am Herzen liegt. Die Verlängerung des Radweges von Twistringen bis zur B61 nach Nienstedt. Leider war es seinerzeit beim Bau des Radwegs nicht gelungen, die Grundstücke zu erwerben, die für eine Weiterführung der Strecke benötigt wurden. Mal sehen, was daraus wird. Nach gut einer Stunde bedankte ich mich bei allen für die tollen Gespräche und fuhr zurück nach Bassum.

Dort wartete schon Bassums Ortsvorsteherin Cathleen Schorling auf mich. Die Ortschaft Bassum wird häufig nicht als eigenständige Ortschaft wahrgenommen, weil die Kernstadt im Gegensatz zu den Ortschaften so groß ist. Mit rund 8.000 Einwohner:innen hat die Kernstadt so viele Menschen wie die Ortschaften zusammen.

Damit verbunden ist auch viel Arbeit für die Ortsvorsteherin, die außerdem noch stellvertretender Bürgermeisterin ist und im sich Kreistag des Landkreises Diepholz ehrenamtlich engagiert.

In Bassum werden wir uns über Wohnkonzepte Gedanken machen müssen. Cathleen Schorling und ich sehen die Problematik in der Kernstadt so, dass wir natürlich mit den Ressourcen Natur und landwirtschaftlicher Fläche verantwortungsvoll im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umgehen müssen. Gerade an die Ortsvorsteherin Bassums werden Beschwerden herangetragen, wenn bei der Innenverdichtung doch erhebliche Baukörper durch die Investoren entstehen. Damit hängt dann natürlich auch die Verkehrssituation der Innenstadt zusammen. Innenverdichtung bringt auch mehr Verkehr und damit eine höhere Belastung der Straßen mit sich.

Sehr erfreut zeigte sich Cathleen Schorling über die Entwicklungen im Stiftspark und im Naturbad, die im Zusammenspiel mit dem Gelände der Freudenburg ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal für Bassum sind. Auch über die Sulinger Straße und deren Entwicklung haben wir uns unterhalten. Einig sind wir uns, dass fast alle Kommunen bis hin zum Oberzentrum Bremen derzeit vor großen Herausforderungen in den Innenstädten stehen. Die Entwicklung in der Sulinger Straße mit dem Bau eines Verbrauchermarktes gibt uns allerding nach vielen Jahren wieder die Hoffnung, dass noch mehr Leben in die Innenstadt kommt. Alle werden daran arbeiten, die Sogwirkung, die dieser Markt haben könnte, zu unterstützen.

Wir sind uns aber auch einig, dass Bassum viele tolle Dinge zu bieten hat und eine Stadt ist, in der es sich hervorragend leben lässt. Der Tierpark, eine sehr rege Vereinslandschaft, ein breites Spektrum an staatlichen und privaten Schulen, eine familienfreundliche Ausrichtung der Krippen und Kitas, das Familienzentrum, das Seniorenservicebüro und eine hervorragende Anbindung an den ÖPNV sind nur einige Punkte, die Bassum für alle Altersgruppen attraktiv machen. Dazu kommen im Gegensatz zu anderen Kommunen noch moderate Miet- und Grundstückspreise.

Und wir waren uns einig, dass sich Bassum in den letzten sieben Jahren wirklich gut weiterentwickelt hat. Verwaltung und Politik haben Hand in Hand für die Menschen in Bassum gearbeitet. Das ist an vielen Stellen erkennbar und sollte auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.

Nach einer guten Stunde haben wir einen Teil der positiven Dinge in Bassum und einen Teil der Herausforderungen der nächsten Jahre besprochen. Jetzt gehen wir es an – mit Leidenschaft und Engagement!

Kontaktieren Sie mich.

Christian Porsch
Agnes Schlu-Strasse 11, 27211 Bassum
christian@porsch-bassum.de